Schlagwort-Archiv: Nachhaltigkeit

Studie: Nachhaltigkeit bei Verpackungen

In Zusammenarbeit mit dem IPV – Industrieverband Papier- und Folienverpackung – hat die renommierte WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar/Düsseldorf eine umfassende Studie zur Nachhaltigkeit am Beispiel der Verpackung erstellt. Die Ergebnisse wurden durch ein Sustainability Lab ermittelt und jetzt präsentiert. Ein zentrales Ergebnis ist, dass Konsumenten ein großes Interesse an dem Thema Nachhaltigkeit haben. Speziell bei Verpackungen fehle es den Verbrauchern aber an Informationen und Orientierungskriterien, was den Nachhaltigkeitswert von Verpackungsoptionen betrifft. Weiter lesen…

Gibt es eine Nachhaltigkeitslüge?

Sebastian Nerz von den Piraten hat in der FAZ über die „Nachhaltigkeitslüge“ geschrieben (schon etwas länger her). Anlass für seinen Beitrag war eine Diskussion auf einem Wirtschaftsforum in Reutlingen unter anderem mit Volker Wissing, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP im Bundestag, und Meinhard Miegel über „Deutschland auf dem Weg in die Armut“. Nerz kritisiert vorab den inflationären Gebrauch des Wortes „Nachhaltigkeit“ (…wurde häufig genug in den vergangenen Jahren als „Unwort des Jahres“ vorgeschlagen), was ich überflüssig finde, weil es viel wichtiger ist über Inhalte zu diskutieren als über Begriffe (,die natürlich immer auch missbraucht werden können).

Viel düsterer sieht er hingegen die Zukunft für uns als Menschheit und ihre zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Um unseren aktuellen Lebensstil beizubehalten, verbrauchen wir etwa das 2,7-fache dessen, was unser Planet hergibt.

Ich weiß nicht, ob diese Zahl stimmt. Das spielt auch keine Rolle, weil wir das seit Jahrzehnten wissen. Vielleicht wird die Zahl sogar noch größer, weil die Menschen aus den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern auch nach würdigem und komfortablen Lebensstil streben.

Nach dem Aufzählen vieler düsterer Prognosen, kommt Nerz zu dem Schluss, es müsste ein Schlusstrich gezogen werden:

Die schwierigste Erkenntnis dürfte vermutlich sein, dass unser derzeitiger Lebensstil und unser materieller Lebensstandard eben nicht nachhaltig ist. Wir verbrauchen zu viel. (…)
Egal, ob es um regenerative Energien geht, bei denen uns seltene Erden ausgehen, oder um Erdöl, bei dem wir gerade die letzten Ex-Dinosaurier in die Autos tanken: Irgendwann gibt es ein Ende. Aber wir müssen jetzt schon den Schlussstrich ziehen und abrechnen.

Diese „Schlussstrich-Forderung“ gibt es schon seit den Anfängen der industriellen Revolution, glaube ich. Und sie bringt uns auch kein Stück weiter. Genauso wenig wie das Aufzählen von Missständen, düsteren Prognosen und Appellen an die Menschen ihr Verhalten zu ändern.

Ich denke, dass auch dieser Beitrag, wie viele andere zum selben Thema, von nicht ganz korrekten Annahmen ausgeht: Es wird der derzeitige Stand des Wissens, der Technologie und der Gesellschaft linear in die Zukunft verlängert, ohne zu berücksichtigen, dass es in der Zukunft neue Materialien und neue Technologien geben wird, die die Probleme von heute lösen (z.B. Seltene Erden oder Stromspeicherverfahren) können. Es wird davon ausgegangen, es würde für unsere heutigen Probleme in Staat (Überschuldung) und Gesellschaft (Überalterung, Armut) keine Lösung geben, ja wir täten nicht einmal danach suchen. Das stimmt einfach nicht.

Nerz Haltung, die in seinem Beitrag durchscheint, ist mir zu fatalistisch und zu pessimistisch. Wir sollten optimistisch sein. Wir haben allen Grund dazu.

Links:

Klimawandel und Landwirtschaft: Animationsfilm von Deutsche Bank auf Youtube

Blick Log berichtet:  „Die Deutsche Bank hat auf Basis einer von ihrer Researchabteilung erstellten Studie einen Animationsfilm erstellt. Er fasst die Ergebnisse der Studie „Minderung des Klimawandels durch Landwirtschaft“ (hier die Studie als pdf zum Download) zusammen. Ich finde das recht ungewöhnlich für das deutsche Geldhaus.“

Der Animationsfilm versucht leicht verständlich zu erklären wie durch nachhaltige Landwirtschaft der Klimawandel verlangsamt werden könnte. Als Verbreitungs kanal für diesen Film hat man Youtube gewählt, offenbar in der Hoffnung, dass sich über Social Media der Film und die Studio weit verbreiten und zu Diskussionen in der Community anregen. Ob das klappt?

Bertelsmann veröffentlicht Nachhaltigkeits-Report

Deutschlands größter Medienkonzern bemüht sich um Nachhaltigkeit: Mit einem jetzt veröffentlichten „Corporate-Responsibility-Bericht 2010/2011“ dokumentiert Bertelsmann sein gesellschaftliches Engagement. Der Bericht trägt den Titel „Etwas unternehmen“. Aufgezeigt werden solle, „wie das internationale Medienunternehmen entlang seiner Wertschöpfungsketten Verantwortung übernimmt“.

Den ganzen Report kann man hier nachlesen.

via Meedia: Bertelsmann veröffentlicht Nachhaltigkeits-Report.

„Elephant Poo“ – oder „Wie man aus Sch..ße Gold macht“

Auf der Suche nach neuen Marketingideen für englische Zoos ist eine Werbeagentur auf eine auf den ersten Blick wohl anrüchige Idee gekommen, mit der man nicht nur drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat – sondern das auch noch mit erstaunlichem Erfolg! Und wir schauen uns von diesem Erfolg ein Stückchen ab!

via Gorilla-Marketing Learnings – „Elephant Poo“ – oder „Wie man aus Sch..ße Gold macht“.

Elefantenexkremente hübsch verpackt und als Blumendünger verkauft (auch Erdbeeren sollen gigantisch werden, habbich gehört), das ist echte Nachhaltigkeit 😉