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Zukunft verpennt? Der Deutsche liebt seine CD. Immer noch.

Der Freitag hat eine interessante Reportage übers »Reeperbahn Festival 2012« in Hamburg gebracht (hier lesen).

Was ich aus eigenem Interesse auch bemerkenswert fand:

Von „verkaufen“ redet hier schon fast niemand mehr, im Gegenteil. Denn die Situation hat sich gerade auf fast schon absurde Art gewandelt. Nicht mehr die Musikindustrie hängt hintendran, sondern der deutsche Musikkonsument. Der will immer noch lieber CDs kaufen, statt einfach irgendeine der zahlreichen Musikflatrates zu abonnieren, die es inzwischen gibt.

Doch echte Nischenchancen hat nicht etwa die CD, sondern nach wie vor das gute alte Vinyl:

Und sogar im Konferenzprogramm ist Vinyl ein ernsthaft diskutiertes Thema, jenes „Tonträgerformat“, dem man im Gegensatz zur schnöden CD durchaus eine Zukunft als relevantem Nischenmarkt zutraut. Es ist nicht zu übersehen: Nahezu jede der schon etablierteren Bands hat ihre Alben auch als Vinyl-Version am Merchandise-Stand.

Sag ich doch.

Schade, dass ich nicht nach Hamburg konnte, zum Musikhören.

Tusch! Die CD-Pressung wird 30

Genau heute vor 30 Jahren, am 17. August 1982 wurden die ersten CDs in der Massenproduktion gepresst.

Bis 2001 stiegen die Absatzzahlen an und sind seit gut 10 Jahren rückläufig. Seit dem wird auch immer wieder ihr naher Untergang prophezeit. Dieser ist allerdings auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten; eher setzt sich der Trend fort, dass ein Teil der ausbleibenden CD-Produktion durch DVDs und Blu-rays aufgefangen wird.
Bei der Betrachtung des Marktes darf man sich auch nie ausschließlich auf die Absatzzahlen der sogenannten Major-Labels beschränken.

Ein beträchtlicher Teil der Datenträger werden auch für Banken und Versicherungen, Industrie und Handwerk sowie unabhängige Musiker und Filmemacher produziert.

Übrigens das erste Unternehmen, dass industriell CDs gepresst hat war die Polygram aus Langenhangen, die heute unter EDC firmiert.

Links zum Thema:

Punkrock von Notfallstartdiskette im PacNo. 2

Matthias von Notfallstartdiskette hat sich vor kurzem seine PacNo. 2 bei uns besorgt und sie kreativ umgestaltet. Wir haben uns riesig über seine Mail gefreut und zeigen euch unten, was er aus seinen PacNo.’s gemacht hat.

Auf die Vorderseite außen und innen kamen Aufkleber und in die Tasche vorn hat Matthias ein Booklet gesteckt. Die gebrannte und bedruckte CD findet natürlich in der Schlitzstanzung innen Platz. Auf die Rückseite hat er die Titelliste gestempelt. Und auch der Rücken wurde mit einem Stempel bedruckt. Clevere Idee und sehr schön umgesetzt wie ich finde.

Denn genau dafür haben wir diese Verpackung ja auch entwickelt. Ihr sollt sie in kleinen Stückzahlen kaufen können und so individuell gestalten, wie ihr möchtet.
Ins Fenster vorne passt eine Covercard oder ein Booklet (Format 120 x 120 mm) und in den Schlitz innen kommt der Datenträger (CD oder DVD). Die Scheiben kann man entweder selbst brennen und mit Lightscribe beschriften oder man lässt sie brennen und bedrucken (z.B. bei uns).
Das PacNo. selbst ist aus braunem Recyclingkarton und weder bedruckt noch lackiert noch sonst irgendwas. Damit ihr die Möglichkeit habt, es selbst zu bedrucken, zu bekleben, zu bestempeln, zu bemalen, zu besprühen oder zu beschriften.

Und? Habt ihr auch selbst gestaltete CD-Verpackungen? Dann her damit! Stecktasche, PacNo. 2 oder PacNo. 3 spielt dabei keine Rolle. Wir stellen eure Verpackungen hier im Blog und auf Facebook vor.

Wir bedanken uns bei Matthias für die Genehmigung seine Fotos verwenden zu dürfen. Danke.

Deutschland liebt die CD

Der Bundesverband Musikindustrie seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 vorgestellt. Und Basicthinking schreibt unter anderem dazu:

Simfy, Spotify und Co. sind die Hoffnungsträger der Industrie. Florian Drücke, der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), nennt sie eine “Brücke zum legalen Musikkonsum”. Das klingt markig, aber wir sollten uns darüber freuen: Wir haben inzwischen eine Musikindustrie, die sich über den Zukunftsmarkt Online freut, statt sich an der CD festzuklammern. Das tut dafür ihr. Drücke sagte nämlich auch diesen erstaunlichen Satz: “Deutschland liebt die CD. Sie ist der Fels in der Brandung.”

Und warum das so ist, könnt ihr bei basicthinking weiter lesen.

Wir von Parterremedia lieben sie, weil wir unser Geld mit Projekten verdienen, die auf CD und DVD publiziert und vertrieben werden. Bei uns gibt’s das ganze auch noch umweltfreundlich und zum fairen Preis.

Und eigentlich haben wir mit „der Musikindustrie“ relativ wenig zu tun. Unter „der Musikindustrie“ werden vor allem die großen Major-Labels (z.B. Universal,  Sony etc.) verstanden. Unsere Kunden kommen eher aus dem Bereich der Independet-Labels, Einzelmusiker, Filmemacher, Handwerk und Gewerbe.

Neu im Sortiment: CD-Stecktasche aus braunem Naturkarton

Die neuen unbedruckten Stecktaschen aus braunem Naturkarton haben wir zwar schon vor ca. 2 Wochen in das Sortiment unseres Webshops aufgenommen, trotzdem soll auch für diese scheinbar unscheinbare Verpackung der Blogeintrag nicht fehlen 🙂

Wir selbst mögen ja Verpackungen aus Recycling-Karton, die  etwas rauh und unbearbeitet und sehr „ökologisch“ wirken. Unsere neuen Stecktaschen erfüllen genau diese Kriterien. Deshalb geben wir gern auch anderen Liebhaber solcher Sachen, die Gelegenheit sie zu kaufen.

Hier nochmal die Eckdaten:

  • brauner Naturkarton (aus 100% Altpapier, Zertifikat Blauer Engel)
  • Format 125 x 125 mm
  • für CD oder DVD in Standardgröße (120 mm Durchmesser)
  • unbedruckt, naturbraun
  • sehr robust, vielseitig verwendbar

Wir überlegen sogar, ob wir bei der nächsten Produktion, die Stecktasche nicht „inside out“ fertigen lassen sollten, d.h. das rauhe Innerste nach außen zu kehren, um den natürlichen , unbearbeiteten Eindruck noch zu verstärken. Was meint ihr? Sollten wir das tun?

Übrigens: Viele unserer Kunden bestempeln, bedrucken und bemalen diese Stecktaschen selbst.

Hier könnt ihr die Stecktaschen jetzt im Shop bestellen.

… und was zum Gucken:

Recycling-CDs finden immer mehr Fans

Recycling-CDs, die wir für unsere Kunden pressen lassen, sind besonders umweltfreundlich, weil zu ihrer Herstellung Polycarbonat von alten CDs wiederverwendet wird. Bestätigt wird diese umwelt- und ressourcenschonende Produktion durch die Zertifizierung mit dem Blauen Engel.
Damit das auch jeder sehen kann, darf auf die Labels der Datenträger das Logo des Blauen Engels gedruckt werden. Alle unsere Kunden nehmen das gerne an, ist es doch auch Ausdruck eines gewissen Stolzes darauf, mit dem eigenen Produkt einen klein wenig zur Schonung der Umwelt beigetragen zu haben.

Gestern wurden wir von dem Wunsch eines unserer „Jazz“-Kunden überrascht, der nicht nur den Blauen Engel auf seine Recycling-CD gedruckt haben wollte, sondern auch unser Logo „Parterremedia“ (damit jeder sieht, wer’s produziert hat) und damit auch ganz klar ist, aus welchem Material seine CD besteht, drucken wir für ihn auch die Textzeile „recycled polycarbonat“ auf sein Label. – Das sind echte Fans! Vielen Dank 🙂

Für alle die Fans werden wollen: Die Recycling-CD ist kaum teuer als die „normalen“ CDs. Recycling-CD haben gleiche Speicherkapazität und die gleich hohe Qualität wie „normale“ CDs.

Übrigens: Für Film-Fans gibts mit der EcoDisc eine DVD-Variante („… die grüne Revolution der DVD-Produktion“), für die 25% weniger Polycarbonat bei der Herstellung benötigt werden.

Links:

Die Musik-CD ist tot! Schon wieder mal.

Zum x-ten Mal wird das schnelle, ja sofortige Ende der Musik-CD prophezeit. Unsereinen, der in diesem Business tätig ist, kann das kaum mehr erschrecken, wären wir doch die ersten, die es merken würden. Wenn’s soweit ist, sag ich Bescheid 😉
Laut einem Bericht des Musikmagazins Side-Line könnte zumindest bei den Majorlabels das Ende der Musikalben bevorstehen. Wie anonyme Insider der Musikwirtschaft Side-Line berichtet haben, plant man die Einstellung eines breiten Musik-CD Angebots innerhalb der nächsten 14 Monate. Ob man tatsächlich auf die Umsätze durch Audio Compact Disks verzichten will?

DVD-Filmbeileger: Parasiten, Pistoleros und ein nackter Hintern – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Ein düsterer Endzeit-Thriller passend zum bevorstehenden Herbst, aber auch ein Jean-Claude van Damme in schlechter Form: Die DVD-Filmbeileger der Publikumsmagazine enthalten im September jede Menge Action, aber auch schwarzen Humor und einen Abstecher ins Traumkino.

via DVD-Filmbeileger: Parasiten, Pistoleros und ein nackter Hintern – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

Künstlerische Motive für Verpackungen

Bei der Gestaltung der Verpackung einer CD- oder DVD-Produktion stehen wir Designer immer vor der Aufgabe den Inhalt der Produktion, also das was auf die »Scheibe« gepresst oder gebrannt wurde, zu visualisieren.

Darüberhinaus soll die Verpackung auch noch zusätzliche Funktionen übernehmen: sie soll im Verkaufsregal für Aufmerksamkeit sorgen, sie soll Lust auf den Inhalt machen, sie soll der Produktion eine bestimmte Atmosphäre, einen unverwechselbaren Charakter verleihen, der in enger Beziehung zum Künstler (Autor, Musiker, Regisseur) steht.

Wir haben überlegt, wie wir unsere Kunden beim Finden des richtigen Verpackungsdesigns unterstützen können. Schnell kamen wir auf die Idee neben Gestaltungsbeispielen auch eine Galerie mit Motiven einzurichten. Bedingung war, dass die Motive originell, inspirierend und einmalig sein und einen gewissen künstlerischen Anspruch erfüllen sollten.

Durch unser Netzwerk an bildnerischen Künstlern, Malern, Illustratoren und Fotografen wächst die Galerie kontinuierlich.

Zur Zeit gibt es zwei »Abteilungen« in der Motivgalerie: eine für Malerei und eine für Fotografie. Eine weitere Seit für Illustrationen und eine Startseite, die Gestaltungsbeispiele zeigt,  folgen in Kürze.

Jeder Kunde kann nach Herzenslust in der Galerie stöbern, bis er das passende Motiv für seine CD- oder DVD-Verpackung gefunden hat. Bei der Bestellung der Gestaltungsarbeiten, braucht er nur noch die Motivnummer(n) anzugeben. Wir gestalten dann die Verpackung mit dem gewählten Motiv.

Der Künstler erhält einen Nutzungsgebühr, die sich auch an der Auflagenhöhe der CD- oder DVD-Produktion orientiert.