Kategorie-Archiv: Umwelt

Naturschutz, Ökologie

Konferenz: Biobasierte Verpackungen

Ver­pa­ckun­gen müs­sen nicht unbe­dingt aus erd­öl­ba­sier­ten Kunst­stof­fen beste­hen. Eine Alter­na­tive bie­ten bio­ba­sierte Ver­pa­ckun­gen aus bio­ba­sier­ten Kunst­stof­fen, pflanz­li­chen Neben­pro­duk­ten wie Palm­blät­tern, Bagasse oder ande­ren Abfallprodukten.

Unter den bio­ba­sier­ten Poly­es­tern ist heute PLA der am Markt bedeu­tendste Bio­kunst­stoff. PLA basiert auf Milch­säure, einer natür­li­chen Säure die größ­ten­teils fer­men­ta­tiv aus Zucker oder Stärke mit Hilfe von Mikro­or­ga­nis­men her­ge­stellt wird.

Die Kon­fe­renz Bio-Pac behan­delt The­men zu bio­ba­sier­ten Mate­ria­lien und Anwen­dungs­bei­spie­len. Außer­dem ste­hen unter­schied­li­che Ent­sor­gungs­op­tio­nen im Fokus sowie die Frage nach der Ver­füg­bar­keit von Agrar­flä­chen für die Her­stel­lung der Materialien.

Orga­ni­siert wird die Kon­fe­renz vom Bio­plas­tics Maga­zine in Zusam­men­ar­beit mit Bio­ba­sed Packa­ging Inno­va­tions in Ams­ter­dam. Unter­stützt wer­den sie von der Fach­agen­tur Nach­wach­sende Roh­stoffe e.V.

Wettbewerb: Innovative Upcycling-Ideen

Bild: Nordic Market

Bild: Nor­dic Market

Die INTERSEROH Dienst­leis­tungs GmbH, Toch­ter des Recy­clingspe­zia­lis­ten ALBA Group, und die ecosign-Akademie für Gestal­tung haben ges­tern die drei Sie­ger des gemein­sa­men Wett­be­werbs „Upcy­cled“ aus­ge­zeich­net. Ziel des Semes­ter­pro­jekts war es, Stu­den­ten Gebrauchs­ge­gen­stände ent­wi­ckeln zu las­sen, die inno­va­tiv sind und zugleich aus Pro­cy­clen beste­hen, dem mehr­fach prä­mier­ten Recy­cling­kunst­stoff von Interseroh. Regel­mä­ßige Unter­stüt­zung erhiel­ten sie dabei auch von Interseroh-Experten vor Ort. Eine Fach­jury aus Pro­dukt­de­si­gnern und Wis­sen­schaft­lern wählte aus den ein­ge­reich­ten Upcycling-Ideen drei Gewin­ner­pro­jekte aus und prä­sen­tierte sie auf der gest­ri­gen Semes­ter­ab­schluss­ver­an­stal­tung in Köln.

Recy­cling­kunst­stoff trifft Design: Der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis ging an den Pflanzen-Wandhalter „Ver­tica“, ent­wi­ckelt von der ecosign-Studentin Aicha Schül­ler. In der Begrün­dung der Jury heißt es unter ande­rem, mit „Ver­tica“ werde das Thema Nach­hal­tig­keit opti­mal in Szene gesetzt, zugleich sei das Pro­dukt attrak­tiv für poten­zi­elle Ziel­grup­pen und eigne sich sehr gut für die Her­stel­lung aus Procyclen.

Bier aus Holzfaserflaschen

Der däni­sche Bier­kon­zern Carls­berg will zusam­men mit Wis­sen­schaft­lern und einer Firma für öko­lo­gi­sche Ver­pa­ckun­gen eine öko­lo­gisch abbau­bare Fla­sche aus Holz­fa­sern entwickeln.

Wie genau die Fla­sche aus­se­hen wird, ist noch offen. Einen neuen »Look und Feel« ver­spricht Carls­berg aber schon jetzt.
Durch­sich­tig werde die Fla­sche jeden­falls nicht sein, erklärte der für die »Green Fiber Bottle« ver­ant­wort­li­che Mana­ger Hakon Lan­gen dem US-Magazin»Quartz«.
Dafür unzer­brech­lich und mit einer sicht­ba­ren Faserstruktur.

Bild: manager magazin

Bild: mana­ger magazin

Da man »keine Kom­pro­misse beim Geschmack« machen werde, wie Carls­berg betont, soll die Fla­sche innen beschich­tet aber den­noch vom Deckel bis zum Boden bio­lo­gisch abbau­bar sein.

Wann genau die Neu­ent­wick­lung auf den Markt kom­men wird, ist noch unge­wiss.
Für die Ent­wick­lung sind zunächst drei Jahre angelegt.

Dann heißt es nicht mehr nur beim Kegeln »Gut Holz!« ;-)

Umweltfreundliche Karten auf der Paperworld

Die dies­jäh­rige Paper­world hat gezeigt: Umwelt­freund­li­che Kar­ten sind im Trend.

Das Unter­neh­men rif­letto hat sich auf fili­grane Kunst­werke aus Papier spe­zia­li­siert.
Neben Bäu­men, Schmet­ter­lin­gen und Blu­men, deren Wir­kung je nach Farbe und Struk­tur des Hin­ter­grund­blat­tes vari­iert, gibt es Fili­gran gelaserte Pop-Up Kar­ten mit gan­zen Stadt­pan­ora­men oder Archi­tek­tur­mo­ti­ven bekann­ter Bau­werke – mit prä­zi­sen archi­tek­to­ni­schen Details.rifletto01

Jedes Motiv wird mit einem Laser ins Papier geschnit­ten und spä­ter handgefaltet.Für die Kar­ten wird nach Angabe des Unter­neh­mens nur FSC-zertifiziertes Papier verwendet.

Wei­tere High­lights der dies­jäh­ri­gen Paper­world hat das Bör­sen­blatt zusam­men gefasst.

So gibt es Kar­ten­se­rien von Zin­tenz jetzt auch in Deutsch­land. Der nie­der­län­di­sche Ver­lag ver­spricht: alles 100 Pro­zent Bio. Gedruckt wird im Off­set ohne Was­ser und Tin­ten auf der Basis von pflanz­li­chem Öl.

Das Schwei­zer Unter­neh­men The gva schwört auf Bam­bus – das Natur­ma­te­rial liegt gut in der Hand und hat bei allen, die gern nach­hal­tig ein­kau­fen, einen guten Ruf. Die Kar­ten von The gva wer­den CO2-neutral her­ge­stellt, wie­gen im DIN A6-Format durch­schnitt­lich 39 Gramm und sind 1,5 Mil­li­me­ter dick.

Nachhaltig produzierte Kondome

Kon­dome sind meist nur Mit­tel zum Zweck, nicht beson­ders beliebt und der Kauf ist vie­len unan­ge­nehm. Das soll jetzt anders wer­den: Das Social Star­tup »ein­horn con­doms« hat es sich zum Ziel gesetzt, das welt­weit erste faire und nach­hal­tig pro­du­zierte Kon­dom in ein­zig­ar­ti­gen Ver­pa­ckun­gen auf den Markt zu brin­gen. Am 03. Februar beginnt das Crowd­fun­ding auf Start­next, Min­des­tens 50.000€ sol­len ein­ge­sam­melt wer­den, damit ein­horn eine Kautschuk-Kooperative in Malay­sia star­ten kann.

Der Gedanke, der hin­ter ein­horn steckt, ist ein­fach: Außer­ge­wöhn­li­ches Design für ein all­täg­li­ches Lifestyle-Produkt ver­bun­den mit fai­rem Busi­ness. Wal­de­mar Zei­ler, Mit­be­grün­der von ein­horn: »Mit ein­horn schaf­fen wir nicht nur Trans­pa­renz für die gesamte Pro­duk­ti­ons­kette, son­dern reinves­tie­ren zudem 50 Pro­zent des Gewinns in soziale und öko­lo­gi­sche Pro­jekte wie z.B. Sexu­al­auf­klä­rung für Jugend­li­che oder die faire Bezah­lung der Kautschukbauern.«

Das einhorn-Kondom soll aber nicht nur anders pro­du­ziert wer­den — es soll auch anders aus­se­hen als die bis­he­ri­gen. So soll es zum Lifestyle-Produkt mutie­ren. Dafür haben die Initia­to­ren ein beson­de­res Ver­pa­ckungs­de­sign ent­wi­ckelt. Es erin­nert an eine Chip­stüte, bedruckt mit anspre­chen­den Bil­dern und Illus­tra­tio­nen von nam­haf­ten Foto­gra­fen und Künst­lern. Das sei »nut­zer­freund­lich, öko­lo­gisch und sexy«, heißt es im Video.

Recycling von Verpackungen

Bis 2016 wird in Frank­reich eine Wie­der­ver­wer­tungs­quote von 70 Pro­zent erwartet.

Etwas über 12 Mio. t Ver­pa­ckun­gen fal­len in Frank­reich jähr­lich an. Den größ­ten Anteil bil­den gewerb­li­che Kar­ton­ver­pa­ckun­gen, Glas­ge­fäße und Holz­pa­let­ten. Wäh­rend die Ent­sor­gung bei gewerb­lich gebrauch­ten Ver­pa­ckun­gen im Ein­zel­fall orga­ni­siert wer­den kann, besteht für Ver­pa­ckun­gen, die beim End­kun­den anfal­len, ein dem deut­schen »grü­nen Punkt« ver­gleich­ba­res Sam­mel– und Ent­sor­gungs­sys­tem. Im Jahr 2015 dürf­ten rund 8,4 Mio. t Ver­pa­ckun­gen dem Recy­cling zuge­führt wer­den. Wei­ter lesen…

Studie: Nachhaltigkeit bei Verpackungen

In Zusam­men­ar­beit mit dem IPV — Indus­trie­ver­band Papier– und Foli­en­ver­pa­ckung — hat die renom­mierte WHU Otto Beis­heim School of Manage­ment in Vallendar/Düsseldorf eine umfas­sende Stu­die zur Nach­hal­tig­keit am Bei­spiel der Ver­pa­ckung erstellt. Die Ergeb­nisse wur­den durch ein Sus­taina­bi­lity Lab ermit­telt und jetzt prä­sen­tiert. Ein zen­tra­les Ergeb­nis ist, dass Kon­su­men­ten ein gro­ßes Inter­esse an dem Thema Nach­hal­tig­keit haben. Spe­zi­ell bei Ver­pa­ckun­gen fehle es den Ver­brau­chern aber an Infor­ma­tio­nen und Ori­en­tie­rungs­kri­te­rien, was den Nach­hal­tig­keits­wert von Ver­pa­ckungs­op­tio­nen betrifft. Wei­ter lesen…

Upcycling von Tontöpfen

Bild: alwaysintrend.com

Bild: alwaysintrend.com

Kaputte Ton­töpfe muss man nicht ent­sor­gen. Ein paar Pflan­zen, Steine und altes Spiel­zeug und es wer­den ent­zü­ckende kleine Gär­ten daraus.

Aber auch für aus­ran­gierte Tee­kan­nen, Hüte, Schuhe, alte Lam­pen und vie­les andere gibt es bei Always in Trend krea­tive Anregungen.

Upcycling — Buchkunst von Malena Valcarel

Bild: Malena Valcarel

Bild: Malena Valcarel

Skur­rile Skulp­tu­ren, fili­grane Blü­ten und Schmet­ter­linge, Fan­ta­sie­land­schaf­ten und aus­ge­fal­lene Schmuck­stü­cke — was Malena Val­ca­rel aus aus­ran­gier­ten Büchern zau­bert, ist faszinierend.

Einer mei­ner Favo­ri­ten ist Charon:

Bild: Malena Valcarel

Bild: Malena Valcarel

Viele wei­tere fin­det Ihr bei Etsy und Behance.net.

Das ist Upcy­cling at it’s best. Mir wird es in Zukunft noch schwe­rer fal­len, aus­ran­gierte Bücher zu entsorgen.

Umweltfreundliche Verpackung beeinflusst Kaufentscheidung

Das Kauf­ar­gu­ment »Haupt­sa­che bil­lig« ist für deut­sche Kon­su­men­ten längst nicht mehr ausschlaggebend.

Bereits im Jahr 2011 hat eine Markt­for­schungs­stu­die erge­ben, dass 36% der Kon­su­men­ten wäh­rend des Ein­kaufs auf eine umwelt­freund­li­che Ver­pa­ckung der gekauf­ten Pro­dukte ach­ten. Das sind 29% mehr als noch ein Jahr zuvor.

Die Hälfte der für die Stu­die Befrag­ten hat ange­ge­ben, für ein Pro­dukt, das in einer voll­stän­dig recy­cel­ba­ren Ver­pa­ckung ange­bo­ten wird, auch mehr Geld aus­ge­ben zu wol­len. Ein Drit­tel der Teil­neh­mer hat aus­ge­sagt, von einem Pro­dukt mehr zu kau­fen, wenn auf der Ver­pa­ckung steht, dass sie recy­cel­bar ist oder aus recy­cel­ten Mate­ria­lien her­ge­stellt wurde.

Aber auch sozia­les Enga­ge­ment wird durch die Ver­brau­cher honoriert.

Die Bereit­schaft, für Pro­dukte enga­gier­ter Fir­men extra zu zah­len, steigt seit eini­gen Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich, wie vor­an­ge­gan­gene Stu­dien zum glei­chen Thema von Niel­sen bele­gen. 2011 stimm­ten 32 Pro­zent der befrag­ten Deut­schen zu, eine höhere Summe für Pro­dukte von Unter­neh­men zah­len zu wol­len, die der Gesell­schaft etwas zurück­ge­ben, 2013 waren es schon 37 Pro­zent, 2014 nun 40 Pro­zent. Wei­ter lesen…