Zur Zeit tobt ja durchs Internet, naja, zumindest durchs deutschsprachige Internet, eine heiße Debatte über eine längst überfällige Reform des Urheberrechts. Ganz undeutsch und eigentlich völlig menschlich, wird da auch richtig unsachlich und fies gefochten; mit Unterstellungen, Stellungnahmen, Statements, Beschimpfungen und wer weiß, was noch alles kommt. Eines der arrogantesten, überheblichsten und fiesesten Statements haben 1.500 Buchautoren losgelassen (Wir sind die Urheber!).
In Reaktion auf das Statement der 1.500 hat Anne Schüssler ein Posting veröffentlicht (Ich bin die Böse), das mit zum Besten gehört, was ich bisher zum Thema gelesen haben. Sie beschreibt darin ihre und also auch unsere Position gegenüber den Urhebern (Autoren, Musikern, Filmemachern etc.), die uns als geizig und gierig beschimpfen, obwohl wir ihre Bücher kaufen, Konzerte besuchen, Kinos und Ausstellungen besuchen. Sie zeigt auch wie sich die Mediennutzung verändert hat, nämlich die Mediennutzung abhängig vom Geld, dass uns für all die Kulturgüter zu Verfügung steht. Davon ausgehend, dass jeder von uns ein mehr oder weniger festes monatliches Budget für Bücher, Filme, Musik etc. zur Verfügung hat, verteilte es sich früher auf weniger »Urheber« als heute, wo wir Dank des Internets auch an unbekanntere Künstler herankommen und die Auswahl einfach größer ist.
Aber bevor ich mir hier weiter einen abstottere, hat es Anne so beschrieben, wie auch ich es jederzeit unterschreiben würde. Daher Annes Ich bin die Böse lesen und weiter verteilen!
P.S.: Was ich bei diesem Statement der 1.5000 gar nicht verstehen, ist das sie so tun, als wären sie nur Urheber und nicht auch Leute, die selbst Kunst und Kultur »konsumieren«. Machen die Kunst bis das Wasser im A*** kocht, ohne jemals Bücher zu lesen, Filme zu gucken oder Musik zu hören? Wie bigott ist das denn?




























