Archiv für den Monat: Mai 2012

USB-Sticks: Gebührenerhöhung um bis zu 1850%

Welt meldet:

USB-Sticks und Speicherkarten werden ab 1. Juli deutlich teurer. Dann greift der neue, einseitig von der Gema festgesetzte Tarif, mit dem die Abgabe auf diese Speichermedien von derzeit 10 Cent auf bis zu 1,95 Euro steigt, …

Die GEMA begründet diese Erhöhung der Urheberrechtsabgabe mit dem technischen Fortschritt, das heißt mit der gestiegenen Speicherkapazität von USB-Sticks und Speicherkarten.

Konkret sehen die Gema-Pläne vor, das die Abgabe von derzeit einheitlich 10 Cent pro Stick oder Karte künftig von der Speichergröße abhängig gemacht wird. Unter vier Gigabyte werden bei USB-Sticks künftig 91 Cent, darüber 1,56 Euro fällig. Bei Speicherkarten steigt der Tarif auf 91 Cent beziehungsweise 1,95 Euro.

Vor dem Hintergrund der zur Zeit tobenden Debatte über das geltende Urheberrecht (die Urheberrechtsabgabe auf Speichermedien gehört in diesen Bereich) scheint die GEMA mit diesem Schritt Stärke demonstrieren zu wollen. Denkbar ist auch, dass hier Claims abgesteckt werden sollen, bevor es eine Reform des Urheberrechts gibt.

Uns ärgert daran besonders, dass wir als Agentur für Speichermedien diese Gebühr an unsere Kunden weitergeben müssen, ohne dass diese irgendeinen Mehrwert davon hätten.

Link zum Welt-Artikel

Erste Papp-Stecktaschen mit Loch verkauft

Seit über einem Monat haben wir schon unsere Stecktasche mit Lochstanzung im Angebot unseres Webshops, ohne dass einer unserer Kunde sie bestellt hätte. Gestern kam die 1. Bestellung! Toll!
Ich/wir hatte(n) mir schon Gedanken gemacht, ob wir womöglich das falsche Produkt ins Sortiment genommen haben. Denn was uns gefällt, muss ja nicht unbedingt auch den Kunden gefallen 😉
Mir gefiel gerade die Lochstanzung gut, weil man dadurch die Beschriftung bzw. das Label des Datenträgers sehen kann. Auf die Art hat man eine kostengünstige Individualisierung ohne die Verpackung seiner Scheibe bedrucken zu müssen (was schwierig ist, bei kleinen Auflagen).

Hier die technischen Daten:

  • Lochstanzung 85 mm
  • Material: Recycling-Karton (Kraftkarton) 283g/qm aus 100% Altpapier
  • Zertifikat: Blauer Engel
  • in die Stecktasche/Papphülle passt eine CD oder DVD in Standardgröße (also 12 cm Durchmesser)
  • Farbe: braun/natur (sieht sehr „öko“ aus)

P.S.: Wär lieber die Papp-Stecktasche ohne Loch mag, die gibts hier zum Bestellen 🙂

… und Bilder:

Stecktasche mit Dummy-CD und 85 mm Lochstanzung

2 Stecktaschen mit Dummy-CD und 85 mm Lochstanzung

Bombenstimmung…

…können Sie jetzt  mit Ihren selbstgebastelten Seedbombs verbreiten. Die Samenbomben gibt es nicht nur zu kaufen, Sie können sie auch mit Ihrer selbst kreierten Pflanzenmischung selbst basteln.

Die Verbreitung der Aussaattechnik der Samenbomben geht mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den japanischen Reisbauern Masanobu Fukuoka zurück. Dieser hatte seine Methode der nendo dango (Samenkugel) nach dem Ende des zweiten Weltkriegs insbesondere für die Direktaussaat von Reis und Gerste auf seinen dauerhaft ohne zu pflügen bestellten Feldern entwickelt.

Utopia hat eine Bastelanleitung für  die Samenbomben ins Netz gestellt.

Damit sollen  werden allerdings keine Felder bewirtschaftet  sondern  ein bisschen Guerillagardening  betreiben werden – damit es in Stadt und Land ein bisschen grüner und bunter  wird.

Unbedingt nachmachen!

 

Sind wir nicht alle ein bisschen böse?

Zur Zeit tobt ja durchs Internet, naja, zumindest durchs deutschsprachige Internet, eine heiße Debatte über eine längst überfällige Reform des Urheberrechts. Ganz undeutsch und eigentlich völlig menschlich, wird da auch richtig unsachlich und fies gefochten; mit Unterstellungen, Stellungnahmen, Statements, Beschimpfungen und wer weiß, was noch alles kommt. Eines der arrogantesten, überheblichsten und fiesesten Statements haben 1.500 Buchautoren losgelassen (Wir sind die Urheber!).

In Reaktion auf das Statement der 1.500 hat Anne Schüssler ein Posting veröffentlicht (Ich bin die Böse), das mit zum Besten gehört, was ich bisher zum Thema gelesen haben. Sie beschreibt darin ihre und also auch unsere Position gegenüber den Urhebern (Autoren, Musikern, Filmemachern etc.), die uns als geizig und gierig beschimpfen, obwohl wir ihre Bücher kaufen, Konzerte besuchen, Kinos und Ausstellungen besuchen. Sie zeigt auch wie sich  die Mediennutzung verändert hat, nämlich die Mediennutzung abhängig vom Geld, dass uns für all die Kulturgüter zu Verfügung steht. Davon ausgehend, dass jeder von uns ein mehr oder weniger festes monatliches Budget für Bücher, Filme, Musik etc. zur Verfügung hat, verteilte es sich früher auf weniger „Urheber“ als heute, wo wir Dank des Internets auch an unbekanntere Künstler herankommen und die Auswahl einfach größer ist.

Aber bevor ich mir hier weiter einen abstottere, hat es Anne so beschrieben, wie auch ich es jederzeit unterschreiben würde. Daher Annes Ich bin die Böse lesen und weiter verteilen!

P.S.: Was ich bei diesem Statement der 1.5000  gar nicht verstehen, ist das sie so tun, als wären sie nur Urheber und nicht auch Leute, die selbst Kunst und Kultur „konsumieren“. Machen die Kunst bis das Wasser im A*** kocht, ohne jemals Bücher zu lesen, Filme zu gucken oder Musik zu hören? Wie bigott ist das denn?

Punkrock von Notfallstartdiskette im PacNo. 2

Matthias von Notfallstartdiskette hat sich vor kurzem seine PacNo. 2 bei uns besorgt und sie kreativ umgestaltet. Wir haben uns riesig über seine Mail gefreut und zeigen euch unten, was er aus seinen PacNo.’s gemacht hat.

Auf die Vorderseite außen und innen kamen Aufkleber und in die Tasche vorn hat Matthias ein Booklet gesteckt. Die gebrannte und bedruckte CD findet natürlich in der Schlitzstanzung innen Platz. Auf die Rückseite hat er die Titelliste gestempelt. Und auch der Rücken wurde mit einem Stempel bedruckt. Clevere Idee und sehr schön umgesetzt wie ich finde.

Denn genau dafür haben wir diese Verpackung ja auch entwickelt. Ihr sollt sie in kleinen Stückzahlen kaufen können und so individuell gestalten, wie ihr möchtet.
Ins Fenster vorne passt eine Covercard oder ein Booklet (Format 120 x 120 mm) und in den Schlitz innen kommt der Datenträger (CD oder DVD). Die Scheiben kann man entweder selbst brennen und mit Lightscribe beschriften oder man lässt sie brennen und bedrucken (z.B. bei uns).
Das PacNo. selbst ist aus braunem Recyclingkarton und weder bedruckt noch lackiert noch sonst irgendwas. Damit ihr die Möglichkeit habt, es selbst zu bedrucken, zu bekleben, zu bestempeln, zu bemalen, zu besprühen oder zu beschriften.

Und? Habt ihr auch selbst gestaltete CD-Verpackungen? Dann her damit! Stecktasche, PacNo. 2 oder PacNo. 3 spielt dabei keine Rolle. Wir stellen eure Verpackungen hier im Blog und auf Facebook vor.

Wir bedanken uns bei Matthias für die Genehmigung seine Fotos verwenden zu dürfen. Danke.