Archiv für den Monat: April 2012

Deutschland liebt die CD

Der Bun­des­ver­band Musik­in­dus­trie seine Zah­len für das Geschäfts­jahr 2011 vor­ge­stellt. Und Basic­t­hin­king schreibt unter ande­rem dazu:

Simfy, Spo­tify und Co. sind die Hoff­nungs­trä­ger der Indus­trie. Flo­rian Drü­cke, der Geschäfts­füh­rer des Bun­des­ver­bands Musik­in­dus­trie (BVMI), nennt sie eine “Brü­cke zum lega­len Musik­kon­sum”. Das klingt mar­kig, aber wir soll­ten uns dar­über freuen: Wir haben inzwi­schen eine Musik­in­dus­trie, die sich über den Zukunfts­markt Online freut, statt sich an der CD fest­zu­klam­mern. Das tut dafür ihr. Drü­cke sagte näm­lich auch die­sen erstaun­li­chen Satz: “Deutsch­land liebt die CD. Sie ist der Fels in der Brandung.”

Und warum das so ist, könnt ihr bei basic­t­hin­king wei­ter lesen.

Wir von Par­terre­me­dia lie­ben sie, weil wir unser Geld mit Pro­jek­ten ver­die­nen, die auf CD und DVD publi­ziert und ver­trie­ben wer­den. Bei uns gibt’s das ganze auch noch umwelt­freund­lich und zum fai­ren Preis.

Und eigent­lich haben wir mit »der Musik­in­dus­trie« rela­tiv wenig zu tun. Unter »der Musik­in­dus­trie« wer­den vor allem die gro­ßen Major-Labels (z.B. Uni­ver­sal, Sony etc.) ver­stan­den. Unsere Kun­den kom­men eher aus dem Bereich der Independet-Labels, Ein­zel­mu­si­ker, Fil­me­ma­cher, Hand­werk und Gewerbe.

Labdoo — Laptops für Kinder

Jedes Jahr wer­den Mil­lio­nen von Lap­tops welt­weit durch neue ersetzt. Eine große Menge Elek­tro­nik­schrott wird dadurch ver­ur­sacht… Diese Menge wächst schnell! Jeder kann sei­nen Teil dazu bei­tra­gen, indem er unge­nutzte Lap­tops über das soziale Netz­werk Lab­doo für Kin­der auf dem Pla­ne­ten zur Ver­fü­gung stellt.

Lab­doo sucht aus­ge­mus­terte, funk­ti­ons­fä­hige Lap­tops, die von Frei­wil­li­gen mit Linux (ubuntu), Lern­soft­ware Edu­buntu und einen Wikipedia-Subset gemäß SOS Child­ren UK wie­der fit gemacht wer­den.
Koor­di­niert wer­den die Aktio­nen über die Lab­doo Web­platt­form. Jeder kann sich ein­brin­gen, ob als Lap­top­spen­der, IT-Unterstützer oder in der Logis­tik (Lage­rung oder Trans­port der Lap­tops zu den Hilfs­pro­jek­ten).
Gestar­tet an der Uni­ver­si­tät von Kali­for­nien wurde Lab­doo zu einer welt­wei­ten Inter­net­com­mu­nity. Lab­doo ist der ökolo­gi­sche Ansatz sehr wich­tig:
 – die Ein­spa­rung von Res­sour­cen
 – CO2-neutrale Trans­porte durch Frei­wil­lige zu den Hilfs­pro­jek­ten
 – Rück­ho­lung und umwelt­ge­rech­tes Recy­cling von defek­ten Laptops.

Im Gegen­satz zu ande­ren Hilfs­pro­jek­ten wer­den bei Lab­doo aus­schliess­lich aus­ge­mus­terte Lap­tops benutzt — es müs­sen keine Res­sour­cen für die Pro­duk­tion neuer Lap­tops auf­ge­wen­det werden!

Ralf Hamm, ehren­amt­li­cher Hel­fer des Projekts:

»Labdoo.org möchte mit gespen­de­ten Lap­tops die „digi­tale Kluft“ für Kin­der und Schu­len welt­weit auf ökolo­gisch ver­ant­wor­tungs­volle Weise ver­rin­gern.
Es kommt aus­schließ­lich freie Soft­ware (Ed)Ubuntu auf den Rech­nern zum Ein­satz. Hinzu kom­men 126.000 kind­ge­rechte Wikipedia-Artikel, falls vor Ort kein Online­zu­griff mög­lich ist. Die Trans­porte zu den Hubs und Schu­len erfol­gen mög­lichst CO2 neu­tral durch Frei­wil­lige.
Ver­sa­gen die Lap­tops irgend­wann ihren Dienst, wird ent­we­der eine Repa­ra­tur oder die umwelt­freund­li­che Ent­sor­gung des defek­ten Gerä­tes in die Wege gelei­tet. So soll neben der Hilfe in Bil­dungs­pro­jek­ten auch die fort­wäh­rende Ent­ste­hung von Elek­tro­schrott ein­ge­dämmt wer­den, der durch den raschen tech­ni­schen Fort­schritt entsteht.«

Neu im Sortiment: Stecktasche mit Lochstanzung

Ganz neu, ganz frisch und eben erst ein­ge­trof­fen ist unsere Steck­ta­sche mit einer 85 Mil­li­me­ter gro­ßen Loch­st­an­zung. Diese Loch­st­an­zung bie­tet euch den unschätz­ba­ren Vor­teil, dass ihr euren Daten­trä­ger (CD, DVD oder Blu-ray) geschützt auf­be­wah­ren könnt und trotz­dem der Labelauf­druck sicht­bar bleibt. Ihr braucht also nicht mehr die Papp-Stecktasche zu beschrif­ten, son­dern nur noch eure Silberscheibe.

Der Kraft-Karton die­ser Steck­ta­sche ist das­selbe Mate­rial wie die geschlos­se­nen Steck­ta­sche, aus 100% Alt­pa­pier pro­du­ziert und mit dem Blauen Engel zer­ti­fi­ziert.

Den Füch­sen unter euch ist sicher auf­ge­fal­len, dass die Steck­ta­sche mit Loch etwas teu­rer ist, als die ohne Loch. Das liegt ein­fach daran, dass bei der Her­stel­lung mehr Arbeits­schritte nötig sind: Das Stan­zen und anschlie­ßende soge­nannte Aus­bre­chen der Lochstanzung.

Hier noch­mal die Eck­da­ten:

  • brau­ner Natur­kar­ton (aus 100% Alt­pa­pier, Zer­ti­fi­kat Blauer Engel)
  • For­mat 125 x 125 mm
  • Loch­st­an­zung: 85 mm Durchmesser
  • für CD oder DVD in Stan­dard­größe (12 cm Durchmesser)
  • unbe­druckt, naturbraun
  • sehr robust, viel­sei­tig verwendbar

Hier könnt ihr die Steck­ta­schen jetzt im Shop bestellen.

… und noch was zum Gucken:

Was macht die Kunst?

Blog­tipp: Der Künst­ler­hof Alt Liet­zow 12 infor­miert in sei­nem Blog nicht nur über aktu­elle Ter­mine aus der Kul­tur­szene, Arti­kel zum aktu­el­len Gesche­hen in der Kunst­szene, Künst­ler­por­traits und die bebil­derte Geschichte des Künst­ler­hofs machen das Blog immer wie­der lesenswert.

Gibt es eine Nachhaltigkeitslüge?

Sebas­tian Nerz von den Pira­ten hat in der FAZ über die »Nach­hal­tig­keits­lüge« geschrie­ben (schon etwas län­ger her). Anlass für sei­nen Bei­trag war eine Dis­kus­sion auf einem Wirt­schafts­fo­rum in Reut­lin­gen unter ande­rem mit Vol­ker Wis­sing, dem stell­ver­tre­ten­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der FDP im Bun­des­tag, und Mein­hard Mie­gel über „Deutsch­land auf dem Weg in die Armut“. Nerz kri­ti­siert vorab den infla­tio­nä­ren Gebrauch des Wor­tes »Nach­hal­tig­keit« (…wurde häu­fig genug in den ver­gan­ge­nen Jah­ren als „Unwort des Jah­res“ vor­ge­schla­gen), was ich über­flüs­sig finde, weil es viel wich­ti­ger ist über Inhalte zu dis­ku­tie­ren als über Begriffe (,die natür­lich immer auch miss­braucht wer­den können).

Viel düs­te­rer sieht er hin­ge­gen die Zukunft für uns als Mensch­heit und ihre zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ressourcen.

Um unse­ren aktu­el­len Lebens­stil bei­zu­be­hal­ten, ver­brau­chen wir etwa das 2,7-fache des­sen, was unser Pla­net hergibt.

Ich weiß nicht, ob diese Zahl stimmt. Das spielt auch keine Rolle, weil wir das seit Jahr­zehn­ten wis­sen. Viel­leicht wird die Zahl sogar noch grö­ßer, weil die Men­schen aus den soge­nann­ten Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern auch nach wür­di­gem und kom­for­ta­blen Lebens­stil streben.

Nach dem Auf­zäh­len vie­ler düs­te­rer Pro­gno­sen, kommt Nerz zu dem Schluss, es müsste ein Schlusstrich gezo­gen werden:

Die schwie­rigste Erkennt­nis dürfte ver­mut­lich sein, dass unser der­zei­ti­ger Lebens­stil und unser mate­ri­el­ler Lebens­stan­dard eben nicht nach­hal­tig ist. Wir ver­brau­chen zu viel. (…)
Egal, ob es um rege­ne­ra­tive Ener­gien geht, bei denen uns sel­tene Erden aus­ge­hen, oder um Erdöl, bei dem wir gerade die letz­ten Ex-Dinosaurier in die Autos tan­ken: Irgend­wann gibt es ein Ende. Aber wir müs­sen jetzt schon den Schluss­strich zie­hen und abrechnen.

Diese »Schlussstrich-Forderung« gibt es schon seit den Anfän­gen der indus­tri­el­len Revo­lu­tion, glaube ich. Und sie bringt uns auch kein Stück wei­ter. Genauso wenig wie das Auf­zäh­len von Miss­stän­den, düs­te­ren Pro­gno­sen und Appel­len an die Men­schen ihr Ver­hal­ten zu ändern.

Ich denke, dass auch die­ser Bei­trag, wie viele andere zum sel­ben Thema, von nicht ganz kor­rek­ten Annah­men aus­geht: Es wird der der­zei­tige Stand des Wis­sens, der Tech­no­lo­gie und der Gesell­schaft linear in die Zukunft ver­län­gert, ohne zu berück­sich­ti­gen, dass es in der Zukunft neue Mate­ria­lien und neue Tech­no­lo­gien geben wird, die die Pro­bleme von heute lösen (z.B. Sel­tene Erden oder Strom­spei­cher­ver­fah­ren) kön­nen. Es wird davon aus­ge­gan­gen, es würde für unsere heu­ti­gen Pro­bleme in Staat (Über­schul­dung) und Gesell­schaft (Über­al­te­rung, Armut) keine Lösung geben, ja wir täten nicht ein­mal danach suchen. Das stimmt ein­fach nicht.

Nerz Hal­tung, die in sei­nem Bei­trag durch­scheint, ist mir zu fata­lis­tisch und zu pes­si­mis­tisch. Wir soll­ten opti­mis­tisch sein. Wir haben allen Grund dazu.

Links:

Kreativ: Was Kunden mit ihren PacNo. 2 anstellen

Wirk­lich »anstel­len« im Sinne von Unfug trei­ben, tun unsere Kun­den natür­lich nichts ;-)
Doch die über­aus nette Dankes-Mail von Chris­toph (O Grace­ful Musing’s Bur­den) ent­hielt auch einen Link auf einen Post in sei­nem Blog Cata­ract of Sounds.

Aus die­sem Post habe ich mal die Fotos in unse­ren Blog gestellt, um zu zei­gen wie krea­tiv das PacNo. 2, das Chris­toph Anfang März bei uns gekauft hat, umge­stal­tet wer­den kann.

Von Hand beschrif­tet wur­den die Titel­seite, der Rücken und die linke Innen­seite des PacNo. 2. In das Fens­ter auf der Vor­der­seite hat Chris­toph ein Foto gescho­ben und auf die Rück­seite ein ande­res Foto geklebt.

Wir haben uns übri­gens echt über Chris­tophs Mail und seine Fotos gefreut, weil wir nur sel­ten erfah­ren, was unsere Kun­den mit ihren Ver­pa­ckun­gen »anstellen«.

Falls ihr also mögt, schickt uns eure Fotos an service@natuerlich-verpacken.de. Wir wer­den sie dann hier ver­öf­fent­li­chen, wenn ihr wollt und das erlaubt.